moovit: ÖPNV-Informationen in der Rhein-Neckar-Region

moovit Webanwendung Screenshot

Die moovit Inc., 2012 in Israel gegründet, bietet mit der gleichnamigen App moovit ÖPNV-Verbindungsdaten auf Basis der GTFS-Datensätze der rnv auch in der Rhein-Neckar-Region an. Ähnlich zu anderen ÖPNV-Auskunftssystemen werden mittels GPS-Lokalisierung verfügbare Bus- und Bahnverbindungen sowie Fußwege zu und von Haltestellen angezeigt. Mittels der Live-Navigation der App sind auch Ausstiegsbenachrichtigungen an der Zielhaltestelle möglich.

Der Clou ist, dass mittels Crowdsourcing - also der Auslagerung von Aufgaben an Freiwillige - durch eine Community permanent neue Daten erfasst und Echtzeitinformationen generiert werden. Als Communitymitglieder gab es weltweit im Jahr 2015 mehr als 20.000 Editoren (Quelle), 2017 waren es gemäß moovit bereits 300.000 (Quelle). Diese Personen speisen das Auskunftssystem in Echtzeit beispielsweise mit Informationen zu Fahrplanänderungen und Verspätungen. Ebenso können Daten zu Auslastungen der Fahrzeuge erhoben werden.

Moovit ist weltweit in über 2.000 Städten funktionsfähig und hat Stand 2018 über 140 Millionen Nutzer (Quelle). Mit über 130 Millionen US-Dollar eingenommenem Risikokapital durch Investoren war diese Expansion in den vergangenen sechs Jahren möglich.

Um profitabel zu sein, bietet moovit neben der beschriebenen App auch Mobilitätsdienstleistungen und -software für Städte, Kommunen und Verkehrsunternehmen an. Im Kontext von Schlagwörtern wie Mobility-as-a-Service (MaaS) oder Urban Mobility Analytics werden Bewegungsprofile der App-Nutzer anonymisiert gruppiert, ausgewertet und analysiert. Dadurch lassen sich beispielsweise Infrastrukturprojekte von Verkehrsunternehmen, wie die geplante Verlängerung einer Straßenbahnstrecke, im Vorfeld zusätzlich hinsichtlich ihrer Sinnhaftigkeit beurteilen.

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