Fahrplanauskunft mit Diensten von Google

Google Inc. bietet nahezu unzählige Dienste, wovon die Google Suchmaschine sicherlich der Bekannteste ist. Es gibt aber eine Vielzahl weiterer Angebote, von denen wir mit Hinblick auf die Nutzung offener Mobilitätsdaten einige in diesem Beitrag vorstellen.

Google Maps ist der in Deutschland am häufigsten genutzte Online-Kartendienst. Neben der Bereitstellung von Straßenkarten können diese u.a. auch anhand von Satellitenbildern betrachtet werden. Google Maps bietet darüber hinaus viele weitere Anzeigeoptionen, z. B. 3D-Ansichten von Straßenzügen und Gebäuden, Darstellung von Points of Interest u. v. m.
Das Online-Portal fungiert auch als Navigationsanwendung, indem Wege zwischen zwei und mehreren Orten angezeigt werden können. Der Nutzer kann auswählen, welches Verkehrsmittel er für den Weg nutzen möchte (z. B. öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), Pkw etc.).

Durch die Integration unserer Fahrplandaten mittels Google Transit Realtime Feed werden die Plandaten aller rnv Linien im GTFS Format (General Transit Feed Specification) auf Basis einer wöchentlichen Aktualisierung in Google Maps eingestellt. Mittels des Feeds durchsucht Google in regelmäßigen Abständen den rnv-Server nach neuen GTFS-Datensätzen. Man spricht von einem Pull-Verfahren, da sich Google anhand des Feeds mit Daten selbständig versorgt, die rnv aber nicht aktiv die GTFS-Daten Google zuführt.

Durch diese regelmäßigen Aktualisierungen können kurzfristig auftretende Fahrplanänderungen ereignisgesteuert, z. B. aufgrund von Baustellen oder großen öffentlichen Veranstaltungen, in Google Maps angezeigt werden. Dadurch werden die Fahrgäste beispielsweise über Umleitungen wie derzeit durch Umgestaltungsmaßnahmen der Mannheimer Planken oder den Einsatz von zusätzlichen Fahrzeugen bei einem Heimspiel des Eishockeyclubs Mannheimer Adler genau informiert. Darüber hinaus werden auch die verschiedenen Farben der Linien des rnv den Nutzern für einen höheren Wiedererkennungswert in Google Maps angezeigt.

Praktisch ist dabei der direkte Vergleich von Fahrten mit dem Pkw und dem ÖPNV hinsichtlich der voraussichtlichen Dauer. Insbesondere die Vergleiche zu Stoßzeiten auf Basis der von Echtzeitdaten für den Pkw-Verkehr, die durch das Tracking von Smartphones mit Android Betriebssystem gesammelt werden, als auch für zukünftige Zeiträume als Prognose für das zu erwartende Verkehrsaufkommen, erlauben spannende Erkenntnisse. Für kurze Wege ist darüber hinaus die Prognose der Wegedauer durch Fahrradfahren oder Zufußgehen im Vergleich zu den ÖPNV- und Pkw-Wegedauern interessant.

Der Google Messenger Allo unterstützt darüber hinaus, ähnlich wie dem in einem früheren Beitrag vorgestellten BusBahnBOT, die Ausgabe von Abfahrtszeiten an einer bestimmten Haltestelle. Dazu kann dem Messanger per Frage die gewünschte Information entlockt werden, indem der Anfrage die Zeichenfolge „@google“ vorangestellt wird. Ausgereift ist darüber hinaus der Sprachassistent, sodass eine Frage auch im Messenger eingesprochen werden kann.

Als Nachfolger von Google Now bietet Google Assistant diese Funktionalität auch. Dieser Dienst fungiert als persönlicher Assistent und Ratgeber in allen Lebenslagen. Ausgestattet mit einer künstlichen Intelligenz ist Google Assistant in der Lage, aus dem Nutzerverhalten aus der Vergangenheit zu lernen und somit Anfragen präzise und kontextspezifisch zu beantworten. Ferner nimmt dieser Dienst Befehle entgegen, sodass per Sprachassistent z. B. Erinnerungen gesetzt werden oder Telefonanrufe gestartet werden können.

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